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Internet of Things (IoT) Prototyp und kaum Technik

Internet of Things (IoT) Prototyp und kaum Technik

Die BA Trainees agieren mit Design Thinking…

Im Rahmen des BA Academy Ausbildungsprogramms für Trainees stand im Dezember 2018 ein zwei Tage Design Thinking Workshop an, in dem „irgendwas Cooles“ im IoT Umfeld mit SAP Kontext entstehen sollte. Ein klarere Zielvorgabe gab es nicht und die vier BA Trainees wussten auch im Vorfeld nicht, was sie in diesem Workshop erwartet.

Um es gleich vorweg zu nehmen: der Workshop war ein voller Erfolg. Am Ende des zweiten Tages haben die Trainees einen Prototyp vor Kollegen in der Geschäftsstelle Oldenburg präsentiert. Diese Präsentation wurde spontan in einem Video festgehalten, dass auch danach die Kollegen und inzwischen auch erste Kunden begeistern konnte.

Das Video beweist, dass man mit Design Thinking und - wie bei uns - in einem kurzen Video einen komplexen Sachverhalt schnell „anfassbar“ bekommen und auch den oft unterschiedlichen Zielgruppen verständlich darstellen kann.

Design Thinking - Workshop

Diese Ausbildungsmaßnahme bestand insgesamt aus drei Tagen: ein Tag Theorie und zwei Tage Workshop.

Am ersten Tag war die „Druckbetankung“: die Trainees haben sehr viele Tools, Methoden und Technologien kennen gelernt, die für Ihre spätere Arbeit aber vor allem für den darauffolgenden IoT Workshop wichtig sein könnten. Es ging hauptsächlich darum, den „Werkzeugkoffer“ kennen zu lernen und die für eine konkrete Anforderung geeigneten Komponenten schnell einsetzen zu können.

Am zweiten Tag startete der eigentliche zweitägige Design Thinking Workshop. Gleich am Anfang haben die Trainees etwas für das Projektleben gelernt: es klappt nicht immer alles und man muss häufig improvisieren. Der zweite für den SAP Technologieteil geplante Trainer war kurzfristig ausgefallen und die Technik hat uns ebenfalls im Stich gelassen.

Daher begann der Workshop mit einem Schlachtplan für die kommenden Stunden. Die BA Business Advice GmbH hat einen ihrer Schwerpunkte in den Bereichen Logistik und Produktion. Alle teilnehmenden Trainees streben diese Ausrichtung an. Daher war schnell klar, dass wir genau diese Bereiche in unserem Prototyp abbilden wollen.

Es war die Idee geboren, einen komplexen Prozess vom Wareneingang über die Produktion bis zum Warenausgang abzubilden. Außerdem wollten wir Smartphones, Tablets, Smartwatches, Dashboards, RFID Scanner und Sensoren „irgendwie“ in diesem Prototyp verwenden. Ein anspruchsvolles Ziel, da die Trainees eigentlich keine Entwickler sind und eher in die Beratung wollen.

Wir starteten in zwei Gruppen. Die eine Gruppe beschäftigte sich mit „Scherenschnitt“. Gerade für das Design Thinking stellt SAP die sogenannten „SAP Scenes“ bereit, eine Sammlung von comicähnlichen Personen, Objekten und Szenen, mit denen man eigene Vorstellungen verwirklichen kann. Die Arbeit von Gruppe eins bestand deshalb darin, diese Sammlung zu sichten, geeignete Vorlagen auszuschneiden und zu kleben.

Im Rahmen von Design Thinking nutzt man sogenannte „Personas“ mit denen bestimmte Rollen im Prozess ein Gesicht und vor allem einen Namen bekommen. Bei uns entstanden so die Personas „Lisa Leitstand“, „Egon Wareneingang“, „Anton Warenausgang“ oder „Paul Produktion“.  

Die andere Gruppe musste parallel erst die benötigte Infrastruktur aufbauen. Auch das ist Projektalltag: man bezieht einen bisher unbekannten Raum und nichts funktioniert. Zum Glück gibt es inzwischen solche Dinge wie Docker, mit denen auf dem eigenen Laptop kurzfristig und ohne viel Erfahrung ein kleines Rechenzentrum simulieren werden kann. Wir wollten ja schließlich die smarten Geräte, Sensoren und Dashboards irgendwie zusammenbringen.  

Mangels eigener Entwicklungskenntnisse und Zeit setzten wir auf frei verfügbare Software und allgemeine Standards. Die benötigten Anwendungen für die mobilen Geräte sind ebenfalls frei verfügbar.

IoT - Internet of Things

Als Vertreter für die in einem IoT Szenario wichtigen Sensoren (Internet der „Dinge“) kam ein bereits vorhandener Arduino und eine „Baumarktsteckdose“ zum Einsatz. Für die Vermittlung untereinander und zur Visualisierung der gewünschten Dashboards haben wir uns für das Protokoll MQTT und die Software Node-Red entschieden. Damit sind wir gar nicht so weit entfernt von namhaften Unternehmen wie Siemens, die in Ihren Lösungen ähnliche Technologien einsetzen.

Zum Mittag des ersten Tages war es dann soweit: der „Papierprototyp“ war fertig gestellt, die Technik funktionierte und unsere Personas konnten ihre persönliche digitale Transformation gar nicht mehr erwarten… Ab diesem Zeitpunkt haben wir uns gegenseitig mit dem Prototypen Geschichten erzählt und sind so gemeinsam auf einige interessante Ideen gestoßen. Ebenfalls eine wichtige Phase der Design Thinking Methodik.

Beim Design Thinking geht es weniger um die Technologien, sondern um den Menschen und wie seine persönliche Situation verbessert werden könnte. Die eigentliche Fragestellung lautete daher also, ob und wie durch den Einsatz von Technologie das Leben von unseren Personas wirklich verbessert werden kann. In unserem Szenario ist das beispielsweise die kritische Hinterfragung, ob Smartwatches wirklich sinnvoll einsetzbar sind und was damit beispielsweise abgebildet werden kann.

Um es kurz zu machen: es ist uns gelungen, ein paar interessante Szenarien glaubwürdig und anfassbar darzustellen. Wir konnten zeigen, dass die Kommunikation eines Leitstandes mit den Mitarbeitern in der Logistik per Smartwatch prinzipiell möglich ist. Außerdem waren alle Prozessschritte unseres Papierprototypen im Dashboard visualisiert. Durch die Rückmeldungen der Maschinendaten und  des Maschinenstatus per Tablet hatte der Leitstand immer ein komplettes Bild und konnte gezielt eingreifen und steuern.

SAP Integration

Zum Ende des Workshops war sogar noch genügend Zeit, die ursprünglich angedachte SAP Integration doch noch umzusetzen. Für die Logistik in unserem Prototyp haben wir nummerierte Transportcontainer (natürlich als Papier) verwendet. Diese haben zusätzlich zur sichtbaren Nummer ein RFID Tag bekommen.

Zwischen Wareneingangslager und Produktion können diese Wagen am RFID Scanner (Arduino) registriert werden. Diese Information wird an das SAP System gesendet und dort in ein Kommando für den Leitstand umgewandelt. Die für den Leitstand relevante SAP Information war in weniger als einer Sekunde auf dem Dashboard sichtbar und ist damit mehr als praxistauglich.

Ob sich diese Szenarien dann tatsächlich durchsetzen, steht auf einem anderen Blatt. Wir haben aber damit einen weiteren Anspruch der Design Thinking Methode umgesetzt: „scheitere schnell und oft“. Das Ziel ist nicht, sich in eine Idee zu „verlieben“, daran krampfhaft festzuhalten und am Ende enttäuscht zu sein.

Vielmehr sollten Mittel und Wege gesucht werden, wie man sehr schnell von einer Idee zum testbaren Prototyp kommt, der dann der eigentlichen Zielgruppe zu Beurteilung übergeben wird. Das ehrliche Feedback der Zielgruppe ist „Gold wert“ und sollte sehr schnell in weitere Versionen des Prototyps oder weiterführenden Ideen einfließen. Es ist immer einfacher etwas zu verwerfen, wenn vorher nicht zu viel Zeit investiert wurde.

Fazit

Wir bei der BA waren sehr positiv überrascht, wie gut dieser Workshop gelaufen ist. Unsere Trainees haben an den insgesamt drei Tagen sehr viel Neues gelernt. Vor allem haben sie sich im Laufe des Workshops eigenständig Wissen angeeignet, was sie im Projektgeschäft sehr gut gebrauchen können. Selbst der wichtigste Punkt - die Präsentation der eigenen Arbeit – kam nicht zu kurz. Die sehr spontane und als Video festgehaltene Präsentation vor Kollegen ergab das Feedback, dass erhofft war und uns alle für zukünftige Aktivitäten motiviert.

Bei der BA stehen Menschen und Prozesse im Mittelpunkt.

IoT Prototyp

IoT Prototyp

Persona „Lisa Leitstand“

Persona „Lisa Leitstand“

Persona „Egon Wareneingang“ und Transportcontainer

Persona „Egon Wareneingang“ und Transportcontainer

Eingesetzte Technik: Arduino mit Sensoren und RFID Scanner, Baumarksteckdose, Smartphone und Smartwatch, RFID Tag

Eingesetzte Technik: Arduino mit Sensoren und RFID Scanner, Baumarksteckdose, Smartphone und Smartwatch, RFID Tag

Beispiel RFID Scanner

Beispiel RFID Scanner

Smartwatch im Einsatz

Smartwatch im Einsatz

Prozesssteuerung im Leitstand

Prozesssteuerung im Leitstand

Das Tablet als simuliertes Maschinenterminal

Das Tablet als simuliertes Maschinenterminal

Geschrieben von : Ina Winter

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