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Zwischen AI-Vision und Alltag
Was der SAP Go-to-Market Kick-off 2026 über Transformation zeigt
Der SAP Go-to-Market Kick-off 2026 in Hamburg hatte ein klares Ziel: alles auf eine gemeinsame Go-to-Market-Strategie auszurichten. Es ging darum, strategische Prioritäten zu schärfen, Markt- und Kundensegmente klar zu benennen und Vertriebs- und Marketingansätze so zu vermitteln, dass sie im Alltag anwendbar sind. Ziel war es, Orientierung zu schaffen und die gemeinsame Umsetzung im Markt zu stärken.
Gerade in Phasen großer Veränderungen ist diese gemeinsame Ausrichtung entscheidend. Transformation gelingt nur dann, wenn alle Beteiligten ein ähnliches Verständnis davon haben, wohin die Reise geht – und was das konkret für ihre tägliche Arbeit bedeutet.

Transformation findet nicht im luftleeren Raum statt
Christian Klein, CEO und Mitglied des Vorstands der SAP SE, beschreibt den aktuellen Rahmen treffend:
„Das intelligente Zeitalter ist geprägt von raschem technologischem Fortschritt, gesellschaftlichen Veränderungen und Komplexität.“
Viele Unternehmen erleben genau das: neue Technologien, immer mehr Daten, steigende Anforderungen – und gleichzeitig wachsende Unsicherheit. Transformation bedeutet heute nicht nur, neue Systeme einzuführen, sondern mit dieser Komplexität sinnvoll umzugehen und handlungsfähig zu bleiben.
Go-to-Market heißt: Klarheit für die Umsetzung schaffen
Beim Kick-off wurde deutlich, dass Go-to-Market weit mehr ist als eine Marketingmaßnahme. Es geht darum, klare Leitplanken zu setzen:
Diese Klarheit ist besonders für den Vertrieb wichtig. Sie hilft, Prioritäten zu setzen, Gespräche sauber zu führen und strategische Themen nachvollziehbar im Markt zu platzieren.
„All in on AI“ – ambitioniert, aber bewusst eingeordnet
Ein zentrales Thema des Kick-offs war AI und AI Agents. SAP positioniert sie klar als Wachstums- und Transformationshebel. Mit Lösungen wie Joule und dem Weg hin zu autonomen Agents bis 2026 ist das Zielbild ambitioniert.
Gleichzeitig wurde betont, dass KI nicht isoliert betrachtet werden darf. Christian Klein formuliert es so:
„Im B2B-Bereich kann KI nicht als eigenständige Technologie behandelt werden. Um ihr volles Potenzial auszuschöpfen, muss KI tief in Geschäftsprozesse eingebettet sein.“
KI entfaltet ihren Nutzen also nur dann, wenn sie bestehende Abläufe unterstützt, vereinfacht und Entscheidungen verbessert – nicht, wenn sie zusätzliche Komplexität erzeugt.
Cloud als Grundlage der Transformation
Der Umstieg in die Cloud wurde beim Kick-off klar als Grundlage für zukünftige Flexibilität eingeordnet – nicht als reines IT-Projekt:
„Ein Umstieg in die Cloud ist mehr als ein IT-Projekt.“
Eine moderne Cloud reduziert technische Abhängigkeiten, beschleunigt Updates und schafft die Basis dafür, dass Daten, Anwendungen und KI sinnvoll zusammenspielen können. Gleichzeitig braucht es eine Denkweise, die Veränderung zulässt, Experimente ermöglicht und Resilienz über Perfektion stellt.
„We hear you“ – der Blick auf den Arbeitsalltag
Besonders positiv war ein Programmpunkt, der bewusst leise war. Unter der Überschrift „We hear you“ wurden konkrete Herausforderungen aus der Praxis offen benannt:
Diese Themen sind entscheidend dafür, ob Transformation im Alltag unterstützt oder bremst. Sie zeigen, dass nicht jede Herausforderung mit neuer Technologie gelöst wird – oft braucht es zuerst Vereinfachung.

Simplification ist die Voraussetzung für Wirkung
Gerade im Zusammenspiel von Cloud, KI und neuen Betriebsmodellen wird deutlich: Vereinfachung ist kein Nice-to-have.
Schlankere Prozesse, klare Verantwortlichkeiten und verständliche Entscheidungswege schaffen erst den Raum, in dem neue Technologien ihren Nutzen entfalten können.
Ohne diese Basis bleibt Transformation theoretisch und schwer greifbar.
Zusammenarbeit wird zum strategischen Faktor
Ein weiterer zentraler Gedanke aus dem Beitrag von Christian Klein ist die Bedeutung von Zusammenarbeit. Unternehmen können viele der aktuellen Herausforderungen nicht allein lösen. Partnerschaften – auch über Unternehmens- und Branchengrenzen hinweg – werden zunehmend zum Wettbewerbsvorteil.
Zusammenarbeit bedeutet dabei nicht, Unterschiede zu ignorieren, sondern unterschiedliche Perspektiven produktiv zu nutzen. Sie schafft Vertrauen, fördert Innovation und stärkt die langfristige Wettbewerbsfähigkeit.
Dialog als Funktionsprinzip
Im intelligenten Zeitalter geht es weniger darum, Paradoxien aufzulösen, als mit ihnen umzugehen. Der offene Dialog zwischen Strategie und Praxis, zwischen Technologie und Alltag, wird damit zum entscheidenden Erfolgsfaktor.
Transformation lebt von diesem Dialog – nicht von fertigen Antworten.
Transformation braucht Bodenhaftung
Der SAP Go-to-Market Kick-off 2026 zeigt deutlich:
Transformation braucht klare Zielbilder, eine abgestimmte Go-to-Market-Strategie und den Mut, operative Komplexität offen anzusprechen.
AI, Agents und Cloud geben die Richtung vor. Vereinfachung sorgt dafür, dass diese Richtung im Alltag auch eingeschlagen werden kann. Erst diese Kombination macht Transformation wirksam und nachhaltig.
